Heilpraktiker u. Meditationsbegleiter
für
Klassische Homöopathie,
Familien - Stellen,
Lebensberatung
und
Meditation
(Ein praktischer Hinweis : Nach dem Bildaufbau können Sie die Verbindung zum Internet trennen, meine Seite ist Ihnen dann vollständig und mit allen Verweisen zugänglich)
Bei :
versuche ich in Ihnen
GESUNDHEIT und WOHLBEFINDEN -
GANZHEITLICH und VON INNEN HERAUS
anzuregen und zu fördern.
Die erste wichtige Frage auf dem Weg dorthin ist :
Je nach Ergebnis können verschiedene Maßnahmen und Impulse angezeigt sein, Sie und Ihre Selbstheilungskräfte wieder in Ihr inneres Gleichgewicht zu bringen. So kann ich Ihnen anbieten (einzeln oder in Kombination ) :
GANZHEITLICHE Behandlung heißt : Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Gemüt ("Seele") und Geist, alle drei Ebenen beeinflussen sich gegenseitig. (Beispiele). Auch wenn Sie mit rein körperlichen Beschwerden (wie z.B. Kopfschmerzen) zu mir kommen, behalte ich als Homöopath diese Einheit stets im Blick.
Deshalb werde ich immer versuchen, zu verstehen,
Wobei Sie bei all diesen Fragen selbstverständlich immer frei bleiben zu entscheiden, was und wieviel Sie mir sagen wollen. Es gibt auch Fälle, in denen die Seele Zeit braucht, also im eigenen Tempo sich nur langsam und vorsichtig dem Wesentlichen nähert. Gerade hier können homöopathische Arzneien die beste Hilfe sein : wenn das direkte Ansprechen noch zu belastend ist, ist doch die Hilfe auf energetischer Ebene möglich.
WIRKLICHE GESUNDHEIT ENTSTEHT VON INNEN HERAUS – durch Aktivierung unserer Selbstheilungskräfte (die Homöopathie gibt ihnen den Namen „Lebenskraft“). Im gesunden Menschen sorgen sie für das reibungslose, für unseren Verstand unüberschaubare Zusammenspiel der drei Ebenen. Und auch im Krankheitsfall sind sie es, die uns bei körperlichen, psychosomatischen und psychischen Beschwerden gleichermaßen zur Verfügung stehen und bestrebt sind, uns wieder in unser inneres Gleichgewicht zurückzubringen.
Wenn Menschen an chronischen Krankheiten und Beschwerden leiden, sind diese inneren Kräfte oft blockiert. Ursache hierfür können sein :
Werden solche Blockaden aufgelöst, wird der Weg frei für Ihre Selbstheilungskräfte und diese übernehmen die Wiederherstellung der Gesundheit – VON INNEN HERAUS und
IM UMFASSENDEN SINNE.
Seit über 200 Jahren hat sich die klassische Homöopathie als ganzheitliche Heilmethode bewährt.
Die homöopathischen Arzneien sind wegen ihrer sanften, nebenwirkungsfreien Heilung bekannt und berühmt; - ein wesentlicher Faktor unter anderen, der den guten Ruf der Homöopathie begründet. Sie wirken nicht stofflich (wie z.B. Mineralstoffe, Vitamine, schulmedizinische Medikamente), sondern energetisch, auf einer Resonanz- und Informationsebene. So erreichen sie unsere Lebenskraft, unsere innere Steuerung aller Lebens- und Entwicklungsprozesse (die Naturheilkunde spricht vom "inneren Arzt").
Seit Beginn meiner Praxis im Mai 1992 liegt mein Schwerpunkt auf dieser Therapie. Im Laufe der Jahre flossen Psychologie/Psychosomatik, Kinesiologie und Familien-Stellen mit ein - und seit 2005 konzentriere ich mich auf eine spezielle Richtung innerhalb der klassischen Homöopathie, in der ich die vielfältigen anderen Erfahrungen mit nutzen kann.
Deshalb : soweit Sie Erfahrungen mit dieser Therapie haben, wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie in meiner Anamnese viele der üblichen Fragen vermissen (z.B. solche nach Nahrungsmittelvorlieben und -abneigungen, Wetterverträglichkeiten u.ä.). Routinemäßig stelle ich solche Fragen nicht mehr – meine ganze Aufmerksamkeit gilt DEM WESENTLICHEN BEI IHNEN bzw. bei Ihrer Krankheit oder Beschwerde.
Auch
verordne ich nicht die gewohnten Globuli oder Tropfen, sondern verwende Wasser, welches Informationen homöopathischer Arzneien enthält. Hatte die übliche klassische Homöopathie schon viele Arzneien zur Auswahl (ca. 5000 mit steigender Tendenz) -
mit dieser Methode der „Wasserpotenzen“ kann ich aus einer nahezu unbegrenzten Anzahl möglicher Arzneien auswählen. Und kann somit den homöopathischen Heilreiz wesentlich genauer als bisher Ihrem persönlichen Zustand und Ihren Bedürfnissen
anpassen.
Neben dem Gespräch über Ihre Krankheit und sonstige Beschwerden ist mir seit Jahren der kinesiologische Muskeltest eine wertvolle Hilfe. Über das rationale und mitteilbare Wissen hinaus hilft er mir durch wertvolle weitere Informationen
Bei psychosomatischen und psychischen Beschwerden sowie in schwierigen Lebenssituationen kann ein Gespräch hilfreich sein: sei es allein durch das Sich-aussprechen-Können, sei es durch Fragen und Gedanken aus verschiedensten (Psychotherapie-) Richtungen (zur Klarstellung : ich bin KEIN Psychotherapeut im Sinne des Psychotherapeutengesetzes).
Daß Sie Ihre Situation innerlich für sich klären neue Wege entdecken können, ist das Anliegen der Gesprächsbegleitung (ob ohne oder neben einer homöopathischen Behandlung).
Dabei greife ich hauptsächlich auf folgende Richtungen zurück :
a, kurze Einführung
Eine Methode mit verblüffenden Erfolgen. Sie bietet sich insbesondere für Menschen an,
Solchen Fällen können sogenannte Verstrickungen zugrunde liegen. Aus einer tiefen unbewußten frühkindlichen Liebe kann es sein, daß ein Mensch das Leid und Schicksal eines anderen Familienmitgliedes nicht mit ansehen kann und sich deshalb selber aufopfert bzw dessen Schicksal (mit-) tragen will. Diese unbewußte Fixierung der eigenen Lebensenergie auf einen anderen Menschen kann sich in den eben beschriebenen Schwierigkeiten äußern.
Durch Auffinden und Lösung dieser zugrundeliegenden Verstrickungen erhält der Mensch sein individuelles Maß an Lebensenergie zurück - und es können sich Türen öffnen zu Gesundheit und einer freien Lebensgestaltung.
Im Rahmen der homöopathischen Behandlung oder einer Lebensberatung achte ich auf Zeichen, die auf eine mögliche Verstrickung hinweisen. Bestätigt sich dies, biete ich Ihnen geeignete Lösungssätze an. Wenn Sie diese in einer täglichen kurzen Besinnung (ein anderes Wort für Meditation) in sich wach halten und wirken lassen, haben Sie gute Chancen, sich in Achtung und Liebe aus solchen ungesunden Bindungen zu lösen.
Desweiteren biete ich Ihnen Aufstellungen im Einzelsetting an. Dies erlaubt
Ihnen, schwierige Beziehungen vertieft zu betrachten und zu
„erfühlen“ - insbesondere auch von der Position
anderer Familienmitglieder aus. Das eröffnet wiederum
verschiedene Möglichkeiten, fremdes Leid in Achtung und Liebe
bei der Person zu lassen, zu der es gehört – und damit
Ihre Lebensenergie nicht weiter an andere Menschen zu binden (wo sie
eh nichts nutzt), sondern jetzt mehr Kraft und Freiheit für Ihr
eigenes Leben zu haben.
Und selbst dann, wenn die Zeit noch nicht reif ist, daß Sie sich von einer solchen Belastung lösen, sondern die Verstrickung erst einmal nur anschauen : diese Arbeit ist immer ein starker Impuls für Ihre Seele , Ihnen – im Einklang mit Ihrem
Schicksal – Wege zu einer umfassenden Heilung an Körper, Seele und
Geist aufzuzeigen.
Diese Methode arbeitet auf einer Ebene unserer Psyche, die mit zu den tiefsten gehört : es geht hier um die Weitergabe des Lebens. Wir alle haben unser Leben von unseren Eltern geschenkt bekommen – das Größte, was Menschen überhaupt füreinander tun können. Dem antwortet das Kind mit einer tiefen unbedingten Liebe gegenüber Eltern, Großeltern – allen durch die das Leben zu ihm geflossen ist – sowie den Geschwistern. Und zwar unabhängig davon, was es an Unstimmigkeiten, Streit oder Zerwürfnissen zwischen ihnen im Alltag geben mag.
Diese Liebe hat zwei Seiten : eine heilsame und eine solche, die in ungesunder Weise an andere Personen bindet. Es gibt eine Stufe in der Kindesentwicklung, in der wir ein magisch ausgerichtetes Bewußtsein mit Allmachtsphantasien haben. Dies zusammen mit der totalen Abhängigkeit und der tiefen Liebe der Kinder ergibt eine brisante Mischung. Aus dieser Haltung heraus kann das Kind versuchen, schwere Schicksale von Vorfahren oder Geschwistern selber zu tragen, schlimmstenfalls sich für die Person opfern zu wollen. Dies ist in zweierlei Hinsicht zum Scheitern verurteilt : Zunächst muß jeder Mensch sein Schicksal selber tragen, es ist anmaßende Selbstüberschätzung zu meinen, man könne jemandem dessen Schicksal abnehmen. Zum anderen verhindert diese Fixierung auf ein Familienmitglied (die sogen. Verstrickung), daß dieser Person ihre Lebensenergie für sich selber zur Verfügung steht. Dies kann sich darin äußern, daß solche Menschen
Durch Auffinden und Lösung der zugrunde liegenden Verstrickung erhält der Mensch sein individuelles Maß an Lebensenergie zurück – und es können sich Türen öffnen zu Gesundheit und einer freien Lebensgestaltung.
Die Eltern ehren : Es ist das Erste und Wichtigste im Leben eines jeden Menschen : von den Eltern das Leben geschenkt zu bekommen. Und entsprechend fundamental wichtig ist es für unsere Psyche, unser inneres seelisches Gleichgewicht, daß wir diese beiden Menschen als unsere Eltern annehmen, ihnen für das Geschenk des Lebens danken und ihnen die Ehre geben. Im Familien – Stellen, bei dem eine Familie durch Stellvertreter dar- und aufgestellt wird, geschieht das z.B. so : Das Kind steht seinen Eltern gegenüber, schaut ihnen in die Augen und sagt : „Lieber Vater / liebe Mutter, ich danke Dir, daß Du mir das Leben geschenkt hast und gebe Dir die Ehre.“ Vielleicht noch hinzufügt : „Du bist der / die Große, ich bin der / die Kleine. Ich bin nur das Kind.“ Und dann die Hand aufs Herz legt und sich vor seinen Eltern verneigt. Die Wirkung dieser einfachen Sätze und Gesten ist immer wieder erstaunlich. Die körperlichen Mißempfindungen der Stellvertreter verschwinden, sie können frei durchatmen, die Liebe beginnt zu fließen.
Auf der anderen Seite ist es gerade dieses Thema, welches auf großen Widerstand stößt.Allgemein scheinen diese Sätze und Gesten aus einer anderen Zeit zu kommen und widersprechen einigen Strömungen des heutigen Zeitgeistes. Hier ist es wichtig, die verschiedenen Ebenen zu unterscheiden. Die eigenen Eltern zu ehren heißt nicht, ihre Moral- oder Lebensvorstellungen übernehmen zu müssen – darin bleibt das Kind frei. Oder wenn der Sohn einfacher Herkunft Universitätsprofessor geworden ist und nun sagt : „Ihr seid die Großen, ich bin der Kleine.“ Auf der Ebene des Lebens zählen diese Leistungen nichts im Vergleich zu dem Geschenk des Lebens. Dies stellen die Sätze richtig, sollte sich der Sohn wegen seiner Leistungen über seine Eltern erheben wollen. Eine Anerkennung beider Seiten im guten Verhältnis bringt der Zusatz : „Ich mache das Beste daraus (d.h. aus meinem Leben) – Euch zu Ehren.“ Sokann das Eigene mit Wurzeln und Kraft wachsen.
Widerstand kann aber auch aus stark belasteten Familienverhältnissen herrühren.Da kann es helfen, dies auszusprechen und doch die Wurzeln der eigenen Existenz anzunehmen : „Auch wenn vieles sehr weh getan hat, ich danke Dir, daß Du mir das Leben geschenkt hast und gebe Dir die Ehre.“ In einigen Fällen können die Stellvertreter vom inneren Widerstand her selbst diese Sätze nicht aussprechen. Wenn sie sich dann still vor den Eltern niederknien wird nach einigen Minuten oft eine Änderung spürbar : der erste Schritt ist getan, weitere können folgen. Auch hier ist es wieder wichtig, die Ebenen zu unterscheiden : Schuld oder Versagen bleiben bestehen, und doch gebührt den Eltern (bis auf Ausnahmefälle) die Ehre für die Weitergabe des Lebens. Es ist heilsam (wenn auch nicht immer möglich), wenn das Kind nicht in Schmerz und Vorwurf einer schweren Kindheit steckenbleibt, sondern wieder Zugang zu seiner ursprünglichen Dankbarkeit und Liebe findet.
Die Vergessenen und Totgeschwiegenen wieder in den Familienkreis aufnehmen : In manchen Familien gibt es vergessene oder totgeschwiegene Personen. So z.B. frühverstorbene Kinder, die aus Schmerz verschwiegen werden, Kinder aus früheren Beziehungen oder Seitensprüngen sowie die schwarzen Schafe der Familie. Diese Personen sind – was das Zusammengehörigkeitsgefühl angeht – aus der Familie ausgeschlossen. Und nun ist scheinbar wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt. Doch diese Ruhe ist trügerisch, wie die Erfahrungen des Familien – Stellens zeigen. Wir sind nicht nur Einzelwesen, sondern zu einem wesentlichen Teil mit unserer (Groß-) Familie verbunden. Auf der körperlichen Ebene ist das Allgemeingut : die Gene und Erbanlagen unserer Eltern und Großeltern bestimmen unserere Erscheinung und Veranlagungen zu einem beachtlichen Teil. Auf der sozialen Ebene galt das vor allem in vergangenen Zeiten : der Ausschluß aus der Sippe konnte buchstäblich die Existenz bedrohen. All dies hat auch seinen Ausdruck in unserer Psyche gefunden. Es gibt eine Art Familienseele in uns, die sorgsam darüber wacht, daß keiner ausgeschlossen wird. Es gibt nur einen Grund, der einen solchen Ausschluß rechtfertigt : Mord oder Mordversuch (und selbst hier muß sich die betrefende Person, aus Einsicht und Reue, SELBST ausschließen...) – nicht aber die üblichen Anlässe wie moralische Fehltritte, nicht standesgemäße Lebensführung, Partner- oder Berufswahl. Dies sind im Verhältnis zur Weitergabe des Lebens alles Nichtigkeiten. Und weil dieser alte Teil unserer Seele um die Bedeutung der Familienzugehörigkeit weiß, wird das Vergessen oder der Ausschluß in den eingangs geschilderten Fällen als ein großes Unrecht empfunden. Dies kann dann wieder für einen Nachfahren Anlaß sein, sich aus seiner tiefen frühkindlichen Liebe heraus aufopfern zu wollen. Mit den damit verbundenen negativen Folgen : Einerseits ist diese Hilfe aussichtslos, jeder muß sein Schicksal letztlich allein tragen. Andererseits fixiert dieser Nachfahre seine Lebensenergie auf den anderen, was die eigene Gesundheit und Lebensverwirklichung beeinträchtigen kann.
Die Lösung solcher Verstrickungen : Bei den frühverstorbenen Kindern muß oft erst die Trauer der Eltern und Geschwister zugelassen werden. Dann ist der Weg frei für lösende Sätze, die auch unehelichen Kindern und den anderen ausgeschlossenen ihre Zugehörigkeit wieder zuerkennen. “Liebe/r ...(Schwester, Bruder, Onkel, Tante), jetzt sehe ich Dich. Du gehörst zu uns.” Wollte die verstrickte Person einem Frühverstorbenen in den Tod folgen, bieten sich die weiteren Sätze an : “Ich achte Dich und Dein Schicksal und lasse es bei Dir. Bitte schau freundlich auf mich, wenn ich noch ein bißchen bleibe.” So wird der eigenen Seele klar, wie kurz das Leben im Vergleich zur Zeit davor und danach ist. Und sie erkennt gleichzeitig an, daß wir Lebenden alle den Toten folgen. Damit helfen diese Sätze, das eigene Leben ohne Schuldgefühle gegenüber den Toten zu leben – in der kurzen Zeit, die wir haben, uns also vollständig dem Leben zuzuwenden.
Die Vorfahren ziehen lassen können : Es kann sehr schwer für ein Kind sein, die Vorfahren, die es tief liebt und von denen es sich abhängig weiß, ziehen – d.h. sterben – zu lassen. Eine Gefährdung aus Sicht des Familien – Stellens ist immer dann möglich, wenn ein Vorfahr einen frühen Tod stirbt. Beispielhaft soll hier auf die Fälle eingegangen werden, in denen ein Kind einen Elternteil verliert, bevor es erwachsen ist. Je jünger es ist, desto wahrscheinlicher wird es irgendwann den Eltern in den Tod folgen wollen. “Ich folge Dir nach” ist dann der innere, selbstzerstörerische Leitsatz des Kindes. Die gleichen Auswirkungen hat eine andere Situation : Der Elternteil lebt noch, hegt aber aus eigener Verstrickung einen geheimen Todeswunsch. Auf einer unbewußten Ebene spürt das Kind dies. Und aus der Mischung von Liebe, Panik und dem magischen Bewußtsein eines Kleinkindes bietet dieses sich als Opfer an : “Ehe Du gehst, lieber Vater / liebe Mutter, gehe lieber ich.” In beiden Konstellationen ist die Folge, daß das Kind irgendwann den Tod sucht. Das kann durch Krankheit, Unfall oder verdeckte Selbstmordversuche geschehen (z.B. durch Lebensweisen, bei denen sie sich ständig extremen Risiken aussetzen). Weiter gibt es die Form des psychischen Todes, der Depression, und des sozialen Todes, d.h. wenn Menschen allgemein im Leben scheitern. Das Tragische an solchen Lebensläufen ist, daß das Opfer der Kinder vergebens ist. Kein Mensch kann einem anderen Menschen (und sei es aus noch so tiefer Liebe) dessen Schicksal abnehmen. Beistehen und helfen – ja, abnehmen – nein. Doch das begreift das Kleinkind in uns noch nicht.
Wenn ein Mensch durch den großen Schock, ein Elternteil so früh zu verlieren, auf diese Ebene fixiert bleibt, versucht das Familien – Stellen, eine erwachsene Form der Liebe wachzurufen. “Liebe Mutter / lieber Vater, ich achte Dich und Dein Schicksal und lasse es bei Dir. Du behältst immer einen Platz in meinem Herzen.” Dies sind die Kernsätze. Sie bestätigen sowohl die Liebe des Kindes zu seinen Eltern und achten gleichzeitig deren Selbständigkeit. Auch wenn dies den Abschied von der Illusion einer magischen Allmacht bedeutet und damit heißt, Schmerz und die eigene Hilflosigkeit anzunehmen. Das gehört zum Erwachsen – Werden, genauso wie die Erfahrung, daß ein Teil in uns Glück und selbstbestimmtes Leben als Ungerechtigkeit und Schuld empfindet. Besonders gegenüber Eltern mit einem schweren Schicksal ist dies unerträglich. Hier liegt eine der Bedeutungen, wenn Eltern den Kindern ihren Segen geben, und entsprechend, wenn diese um den Segen der Eltern bitten : “Bitte segne mich (oder : bitte schau freundlich auf mich), wenn ich mein eigenes Leben lebe. Ich mache das Beste daraus – Dir zu Ehren.”
Diejenigen achten, die Platz gemacht haben : Es gibt Menschen, denen ist auf Kosten anderer ein Gewinn zugefallen. Konkurse, Enteignungen in der früheren DDR oder Deportation von Juden im Dritten Reich – in diesen Fällen waren Vermögenswerte scheinbar billig zu haben. Doch die Erfahrungen des Familien – Stellens zeigen : es ist kurzsichtig, sich über derartige “gute" Gelegenheiten zu freuen, ohne den tragischen Ursprung zu achten. Die Seele zählt nun diese Person zur eigenen Familie und drängt auf Ausgleich dieser Bereicherung ohne Gegenleistung oder zumindest auf Achtung dieses Opfers, wenn es nicht ausgeglichen werden kann. “Ich achte Dich, Dein Schicksal und was ich auf Deine Kosten erhalten habe.” Wer diese Sätze sprechen kann, nicht mit Schadenfreude oder Zynismus, sondern aus dankbarem Herzen, der findet auch die richtige Antwort auf das Bewußtsein der Schuld : “Es soll nicht umsonst gewesen sein. Ich mache das Beste daraus – Dir zu Ehren.” Also Schuld nicht im Sinne von Bösem, das Strafe verdient, sondern als Verpflichtung aus Dankbarkeit und Anerkennung eines Geschenkes des Schicksals und des Preises, den der andere zahlen mußte.
Es gibt eine zweite Gruppe - sehr viel größer als die erste Gruppe – von Menschen, die Platz gemacht haben : es sind die früheren (Ehe-) Partner. Diese zu achten heißt zweierlei : Einmal, daß sie für die spätere Beziehung Platz gemacht haben und zum anderen, daß eine Rangfolge besteht : die früheren sind und bleiben die ersten, die jetzigen die zweiten.
An diesen Sätzen entwickelt sich viel Widerstand. Beim ersten Teil schon deshalb, weil sich die früheren Partner/innen oft weder freiwillig trennten, und dies dann auf jeden Fall nicht, um die nächste Partnerschaft zu ermöglichen. Und doch – der schlichte Umstand, daß eine neue Beziehung nicht wirklich entstehen konnte, bevor die alte beendet ist, scheint die früheren und späteren Partner/innen in dieser Weise zu verbinden.
Der zweite Teil – die Rangfolge – ruft oft noch heftigeren Widerstand hervor, was insbesondere dann verständlich ist, wenn es eine häßliche Trennung mit gegenseitigen Verletzungen war. Oft wehrt sich das derzeitige Paar dagegen, die Bindung (die immer noch besteht !) aus der früheren Beziehung anzuerkennen, weil es fürchtet, damit seine jetzige Liebe abzuwerten. Nach den Erfahrungen des Familien – Stellens liegt es eher umgekehrt : Die Bindung ist Realität, ob geachtet oder nicht. Eine Nichtbeachtung schafft sie nicht aus der Welt, sondern hat schädliche Folgen in zweierlei Weise : für das neue Paar selber, und für Kinder aus der neuen Beziehung, diese neigen dazu, sich mit den Vorgängern von ihrer Mutter oder ihrem Vater zu identifizieren (und z.B. Neurodermitis zu entwickeln).
Umgekehrt zeigt die nachgeholte Achtung in den Aufstellungen entspannende und befreiende Wirkung. Dazu kann es notwendig sein, daß sich das frühere Paar erst aussöhnt und achtet : “Ich danke Dir für alles Schöne, was ich mit Dir erlebt habe. Für das, was zwischen uns schiefgelaufen ist, übernehme ich meinen Teil der Verantwortung und lasse den deinen bei Dir.” Wenn Kinder aus der Beziehung hervorgegangen sind : ”Die Liebe, die uns bei der Zeugung unserer Kinder verband, lebt in ihnen weiter.” Dann (erst) ist die / der Neue an der Reihe : “Ich achte Dich und Deinen Platz, und daß Du Platz für mich gemacht hast. Du kamst vor mir und ich komme nach Dir.”
Die Wirkung dieser Sätze zeigt sich dann u.a. darin, daß das neue Paar näher zusammenrückt oder sich erstmals in den Arm nehmen kann. Erst wenn die frühere Beziehung geklärt und geachtet ist, traut der oder die Neue sich , den anderen Menschen ganz als “ihren Mann” oder “ihre Frau” zu nehmen. Dann kann sich auch – nicht trotz, sondern wegen der Anerkennung der alten Bindung – die neue Liebe voll entwickeln.
Der gemeinsame Nenner : die reife, erwachsene Liebe : Verstrickungen, d.h. wenn sich jemand in ungesunder Weise an ein anderes Familienmitglied bindet, haben ihre Wurzel in einem frühkindlichen Anteil in uns. Diesem ist eine tiefe, blinde Liebe eigen, verbunden mit einem magischen Bewußtsein, das sich für allmächtig hält. Beim Familien – Stellen werden der verstrickten Person nun Lösungssätze angeboten, die die Entwicklung einer reifen Liebe eines erwachsenen Bewußtseins anregen soll. Eine solche Liebe gibt die frühkindlichen Allmachtswünsche auf und kann die Grenzen der eigenen Person akzeptieren. Oder um es mit einem alten Wort auszudrücken : sie entwickelt Demut. Wobei Bert Hellinger Demut in ungewohnter Weise definiert : Nicht sich klein machen (d.h. kleiner, als man ist), sondern die eigene Kleinheit und die eigene Größe annehmen. Auf der Ebene des Familien – Stellens steht dahinter : die vorbehaltlose Zustimmung zu dem Geschenk des Lebens, so wie ich es (durch Größeres : meine Eltern und alle Vorfahren sowie letztlich durch mein Schicksal) empfangen habe : ganz - mit allem Guten, mit allem Schweren.
Die eigene Kleinheit im einzelnen : Innerhalb der Ordnung der Familie heißt dies, die Größeren anzuerkennen, Eltern, Großeltern, ältere Geschwister. Darüberhinaus die Übermacht des Schicksals - mit all seinen Härten - und des Todes. Auf der Ebene meines persönlichen Lebens heißt Kleinheit meine Schwächen, Makel und Behinderungen, Versagen und Schuld. Zu all diesem zu stehen gibt dann auch in der Kleinheit eine eigene Würde und eine eigene Kraft.
Die eigene Größe : auch hier wieder diejenige, die mir durch die Familienordnung zukommt. Eltern – und Großelternschaft, mein Platz in der Geschwisterreihe – mit aller Verantwortung, die damit verbunden ist. Darüberhinaus wieder alles anzunehmen und zu verwirklichen, was mir vom Schicksal an Aufgaben und Möglichkeiten zu einem erfolgreichen, gelungenen und glücklichen Leben geboten wird. Eigenartigerweise verursachen dabei gerade das Schöne, Erfolg und Glück ein Schuldgefühl, es nämlich besser zu haben als andere. Es gehört zum Erwachsensein, dies auszuhalten. Dabei hilft die Demut, da sie weiß, daß Erfolg und Glück nur zu einem Teil eigenes Verdienst und letztlich eben doch Geschenk sind.
Zerknirschung oder Sich-klein-Machen leugnet die eigene Größe, Hochmut leugnet die eigene Kleinheit. Wahre Demut sieht beides und kann deshalb das eigene Leben in vollem Umfang leben – so, wie es mir geschenkt ist. Auf diesem Boden gedeiht eine Liebe, die nicht fesselt. Je tiefer wir lieben, desto schwerer ist es, den geliebten Menschen leiden zu sehen.Je erwachsener unsere Liebe ist, desto mehr kann sie die Selbständigkeit und das Schicksal der anderen Person akzeptieren und dies bei ihr lassen. So verbindet sie sich mit der geliebten Person in Achtung und Freiheit.
Ablauf des Familien - Stellens :
Im Rahmen der homöopathischen Behandlung oder einer Lebensberatung achte ich auf Zeichen, die auf eine mögliche Verstrickung hinweisen. Bestätigt sich dies, biete ich Ihnen geeignete Lösungssätze an. Wenn Sie diese in einer täglichen kurzen Besinnung (ein anderes Wort für Meditation) in sich wach halten und wirken lassen, haben Sie gute Chancen, sich in Achtung und Liebe aus solchen ungesunden Bindungen zu lösen.
Desweiteren biete ich Ihnen Aufstellungen im Einzelsetting an. Dies erlaubt
Ihnen, schwierige Beziehungen vertieft zu betrachten und zu
„erfühlen“ - insbesondere auch von der Position
anderer Familienmitglieder aus. Das eröffnet wiederum
verschiedene Möglichkeiten, fremdes Leid in Achtung und Liebe
bei der Person zu lassen, zu der es gehört – und damit
Ihre Lebensenergie nicht weiter an andere Menschen zu binden (wo sie
eh nichts nutzt), sondern jetzt mehr Kraft und Freiheit für Ihr
eigenes Leben zu haben.
Und selbst dann, wenn die Zeit noch nicht reif ist, daß Sie sich von einer solchen Belastung lösen, sondern die Verstrickung erst einmal nur anschauen : diese Arbeit ist immer ein starker Impuls für Ihre Seele , Ihnen – im Einklang mit Ihrem
Schicksal – Wege zu einer umfassenden Heilung an Körper, Seele und Geist aufzuzeigen.
Bert
Hellinger : In eigener Sache
(Überspringen zu Meditation)
Die Vergangenheit
Das Erste ist aus meiner Vergangenheit. Ich habe den Nationalsozalismus von Anfang bis Ende miterlebt. Ich bin also einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen. Ich weiß, wovon ich rede.
Ich erinnre mich noch ganz genau, daß eines Abends mein Vater nach der Arbeit zur Tür hereinkam und zu meiner Mutter sagte : „Hitler ist Reichskanzler.“ Er war sehr bedrückt. Er hatte eine Ahnung, was das für uns bedeuten würde. Wenig später konnten wir am eigenen Leib erfahren, was das bedeutet. Wir wohnten in Köln und wollten an einem Sonntag einen Ausflug machen ins Bergische Land. Wir gingen in die Frühmesse, und als wir aus der Kirche kamen, warteten wir auf die Straßenbahn. Da ging ein SA-Mann auf meinen Vater zu und machte eine Bemerkung. Mein Vater machte auch eine Bemerkung. Daraufhin brüllte der SA-Mann meinen Vater an und wollte ihn verhaften. In dem Augenblick kam die Straßenbahn, meine Eltern und wir drei Kinder stiegen schnell ein. Der Schaffner schloss sofort die Tür, und die Straßenbahn fuhr ab. Aber der SA-Mann schwang sich auf sein Fahrrad und fuhr brüllend hinter der Straßenbahn her. Der Straßenbahnschaffner überfuhr die nächsten Haltestellen, bis er den SA-Mann abgehängt hatte. Die Fahrgäste klatschten ihm Beifall. Das war in Köln damals noch möglich. Später hörte das auf. Ich war damals sieben Jahre alt.
Mit zehn Jahren kam ich in ein Internat in Lohr am Main, besuchte aber das städtische Gymnasium. Welcher Art dieses Internat war, möge eine kleine Episode verdeutlichen. Nach dem Anschluß Österreichs an Deutschland gab es eine Wahl. Offensichtlich haben einige der Patres in dem Internat und einige der Schwestern, die dort für die Küche sorgten, mit Nein gestimmt. Aber es war keine geheime Wahl, die Wahlzettel wurden abgefangen. Am Abend gab es einen großen Fackelzug der SA, und anschließend ging eine Gruppe der SA-Männer vor dieses Haus und schmierte mit großen Buchstaben an die Wand : „Hier wohnen Verräter“ und „Wir wählten mit Nein“. Dann warfen sie etwa 200 Fensterscheiben ein, und auch in den Schlafsaal, in dem wir schliefen, flogen Pflastersteine. Am nächsten Morgen wurden zwei der Patres in Schutzhaft genommen und wir fuhren in die Ferien.
1941 wurde das Internat geschlossen und ich ging nach Kassel, wohin meine Eltern in der Zwischenzeit gezogen waren. Ich besuchte dort das Gymnasium. In Kassel schloss ich mich einer kleinen Gruppe der katholischen Jugendbewegung an, die aber schon viele Jahre vorher verboten worden war. Doch offensichtlich wurden wir von der Gestapo observiert.
Am Ende der siebten Klasse wurde die gesamte Klasse eingezogen, zuerst in den Arbeitsdienst und dann in die Wehrmacht. Ganz am Anfang beim Arbeitsdienst kam einer der Arbeitsdienstführer am Abend zur Tür hinein, ging gezielt auf mich zu und verwickelte mich in ein Gespräch. Er war von der Gestapo. Aber damals wußt ich das noch nicht. Er verwickelte mich in ein Gespräch über Nietzsche und Hegel, und natürlich wußte ich als 17-jähriger - ich war damals 17 Jahre alt - darüber ganz wenig. Aber ich wußte etwas. Dann sagte er in einem Gespräch : „Hegel sah den heutigen Staat voraus.“ Ich sagte : „Soweit ich weiß, Hegel hasste den Staat.“ Dann schoss es ganz plötzlich aus ihm heraus : „Sie hassen den Staat.“ auf einmal war mir klar : Das war ein Gestapoverhör.
Nach einem Jahr - ich war inzwischen bei der Wehrmacht und in Frankreich stationiert - bekam unsere Klasse das Abiturzeugnis zugeschickt. Die letzte Klasse wurde uns geschenkt, da wir ja alle bei der Wehrmacht waren. Aber es wurde ein Führungszeugnis vom Arbeitsdienst verlangt. Mir wurde das Abitur verweigert, weil in dem Führungszeugnis des Arbeitsdienstes stand : Er ist ein potenzieller Volksschädling. Was das damals hieß, könnt ihr das ermessen ? Es hieß : Er ist zum Abschuß freigegeben.
Was heutzutage manchmal mit mir passiert, erinnert mich fatalerweise an diese Situation.
Als meine Mutter davon hörte, ging sie zum Rektor der Schule und sagte : Mein Sohn ist jetzt bei der Wehrmacht. Er setzt sein Leben ein, und ihr verweigert ihm das Abiturzeugnis ? Der Rektor schämte sich und händigte ihr das Abiturzeugnis aus. Meine Mutter hatte wie eine Löwin für mich gekämpft.
Nun war ich bei der Wehrmacht an der Westfront und war im Einsatz, im Kampfeinsatz. Viele Kameraden neben mir fielen oder wurden schwer verwundet. Ich selbst entging oft nur knapp dem Tod. Zum Beispiel als wir durch ein Minenfeld gingen mußten, weil es keinen anderen Ausweg gab.
Dann, vor Aachen, kam ich in amerikanische Gefangenschaft und war in einem Lager in Chaleroi in Belgien interniert. Wir waren eintausendsechshundert Gefangene und arbeiteten jeden Tag zehn Stunden in einem rieseigen Nachschublager der amerikanischen Armee. Wir bekamen aber auf Anordnung von Eisenhower nur die Hälfte der Kalorien, die für diese Arbeit notwendig gewesen wären, als Strafe für die Deutschen.
Einige von uns wagten den Ausbruch. Sie wurden geschnappt, sofort an die Wand gestellt und erschossen. Nach einem Jahr habe ich den Ausbruch gewagt und war erfolgreich. Damals, kurz vor meinem zwanzigsten Geburtstag, war ich endlich frei. Mein Bruder aber blieb im Krieg. Ich war ohne Gefahr, weil Deutschland den Krieg verloren hatte. Anderweitig wäre ich nicht sicher gewesen.
Also, wie viele wagen es, mich einen Nazi zu schimpfen und mich in diese Ecke zu stellen, die selbst nichts Vergleichbares erlebt haben und sich nicht gegen ein totalitäres System unter Legensgefahr bewähren mußten. Dennoch wagen sie es, mich anzugreifen und zu verunglimpfen.
Die Gegenwart
Nun möchte ich zur Gegenwart kommen. Wieso gibt es solche verleumderischen und gehässigen Angriffe auf mich, getrieben von einem Vernichtungswillen ? Nun, der Hauptvorwurf ist, daß ich die Täter als Menschen anerkenne wie mich. Das ist das große Ärgernis. Wieso komme ich zu so einer Haltung ?
Das Erste ist, ich fühle mich in der Nachfolge Jesu. Er saß mit den Sündern am Tisch. Deswegen nahmen andere an ihm Anstoß. Er hat die Unterscheidung von Guten und Bösen aufgehoben. Zum Beispiel indem er sagte : „Seid barmherzig wie mein Vater im Himmel. Er läßt die Sonne aufgehen über Gute und Böse, und er läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Das ist die eigentliche Liebe, die niemanden mehr ausschließt. Und das ist die Liebe, die Zukunft hat. Über diese Liebe will ich heute sprechen. [Bezieht sich auf den Vortrag, der in der u.a. Quelle dem hier abgedruckten Text folgt, den ich hier aber nicht mit abgedruckt habe, R.J.]
Ein Zweites war für mich wichtig. Ich habe bei meiner Arbeit gesehen, daß es zwischen den Tätern und Opfern eine tiefe Verbindung gibt. Das erste Mal, daß mir das aufging, war in einem Kurs in Bern. Ein Mann hatte seine Familie aufgestellt. Danach sagte er : „Ich muß noch etwas sagen : Ich bin ein Jude. Aber niemand aus meiner Familie ist umgekommen, wir lebten in der Schweiz.“ Aber seine Mutter hatte sich umgebracht, und auch er war selbstmordgefährdet. Man konnte sehen, daß seine Mutter und er tief in ihrer Seele mit den jüdischen Opfern eins waren.
Dann habe ich einfach sieben Stellvertreter aufgestellt für die ermordeten Juden und dahinter, in zwei Metern Entfernung sieben Stellvertreter für ihre Mörder. Danach habe ich die Stellvertreter der Opfer sich zu den Tätern umdrehen lassen und habe dann nicht mehr eingegriffen. Es entstand eine Bewegung tief aus der Seele zwischen den Tätern und den Opfern. Die Täter waren übermannt von einem ungeheuren Schmerz. Als die Opfer das sahen, haben sie die Hand nach ihnen ausgestreckt und sie auch umarmt. Einer von den Tätern sagte : „Das ist ja nur einer hier, da sind noch Hunderte, denen ich mich stellen muß.“ Auf einmal konnte man sehen, wie Täter und Opfer in der Tiefe eins waren, verbunden mit tiefer Liebe. Wieso ist das möglich ? Sowohl die Täter wie die Opfer konnten sehen, daß sie alle einer höheren Macht hinter ihnen ausgeliefert waren. Einer der Täter sagte : „Ich fühle mich wie der Finger an einer mächtigen Hand von einer Macht, der ich völlig ausgeliefert bin.“
Das war die erste Erfahrung dieser Art. Von da an konnte ich mich nicht mehr gegen die Täter stellen, als wären sie anders oder als wären sie Unmenschen und wären nicht auch getrieben von einer anderen Macht, die hinter ihnen steht.
Ich möchte hier kurz etwas sagen zur deutschen Situation. Ich habe es ja damals miterlebt. Das ganze deutsche Volk war mit wenigen Ausnahmen von einer gewaltigen Bewegung ergriffen und folgte Hitler. Nicht weil er sie verführte, denn auch er war Teil einer großen Bewegung. Nach dem Krieg, nachdem alle diese schaurigen Taten ans Licht kamen, wollten viele nicht mehr anerkennen, dass sie Teil dieser Bewegung waren. Sie schoben die Schuld auf einige wenige Täter und zogen sich zurück, verbündeten sich sogar innerlich mit den Widerstandskämpfern und sind jetzt noch sehr oft, als seien sie selbst Widerstandskämpfer, aggressiv gegen andere, von denen sie sagen, sie seien Faschisten. Dabei verhalten sie sich oft genau so wie damals die Nazitäter : überheblich und zur Vernichtung der anderen, die anderer Meinung sind, bereit.
Nun, über die Einsicht, daß es die Täter und die Opfer zueinander zieht, war es mir möglich, in vielen Ländern dem Frieden zu dienen. Zuerst natürlich in Israel. Ich war dreimal zu Kursen in Israel eingeladen, und ich habe dort genau das gemacht, was ich schon beschrieben habe. Ich habe die Opfer und die Täter einander gegenübergestellt. Man konnte auch hier sehen, wie sie aufeinander zugehen mußten. Sie konnten dem nicht entgehen.
Da war zum Beispiel eine Frau, die sagte : „Mein Vater wurde von einem Araber ermordet.“ Dann habe ich einen Stellvertreter für ihren Vater aufgestellt und ihm einen Stellvertreter für den Mörder. Der Mörder hatte Angst. Auf einmal streckte der Vater ihm die Hand entgegen. Beide gingen aufeinander zu und haben sich umarmt. Dann sank der Vater zu Boden wie ein Toter, und der Araber, der Mörder, legte sich neben ihn. Sie waren im Tod versöhnt.
Eine der ganz großen Erfahrungen, die ich bei diesen Aufstellungen gemacht habe, war, daß die Toten, die toten Opfer und die toten Täter, zueinander finden können und wollen, außer ihre Nachkommen nehmen die Sache der Toten auf sich und wollen das ganze Drama noch einmal wiederholen. Damit stellen sie sich der Versöhnung in den Weg.
Das Gleiche habe ich nicht nur in Israel erlebt, sondern auch in der Türkei im Konflikt zwischen den Türken und den Armeniern. Ich habe es auch in Japan gesehen, als ich die Täter und Opfer der einen Seite und die Täter und Opfer der anderen Seite zusammen aufgestellt habe. Wenn man den Bewegungen der Seele Raum gibt, spürt man und sieht, daß die Seele in der Tiefe die Versöhnung will. Sie will das bisher Getrennte miteinander verbinden.
Was steht dem entgegen ? Die Anmaßung des guten Gewissens. All diese schlimmen Taten, all diese Angriffe kommen ja von Menschen, die meinen, sie hätten ein gutes Gewissen und seien unschuldig. Sie meinen, das gute Gewissen würde ihnen das Recht geben, andere anzugreifen und sogar zu vernichten. Wir können sehen, das alle großen Konflikte ihre Kraft aus dem guten Gewissen ziehen. Die ganze Destruktivität der einen Partei gegen die andere kommt aus dem eigenen guten Gewissen. Beide Seiten haben nämlich ein anderes Gewissen, aber jeweils ein gutes.
Auf diese Weise habe ich in vielen Ländern dem Frieden gedient. Zum Beispiel lief in Spanien beim Konflikt zwischen den Basken und den Spaniern die gleiche Bewegung ab. Der Baske, der das aufgestellt hatte, war total offen für diese Versöhnung, aber am nächsten Tag bekam er heimlich einen Zettel zugesteckt, der ihn warnte und mit dem Tod bedrohte. Wieso ? Weil er liebte, weil er die Trennung überwinden wollte.
Ähnliches habe ich erlebt mit den Bürgerkriegsparteien in Spanien, den Nachkommen der Bürgerkriegsparteien. Denn unterschwellig geht dieser Konflikt noch weiter, und viele warten heute darauf, daß endlich Frieden sein darf.
(Entnommen aus : Praxis der Systemaufstellung 1/2005; Veröffentlichung mit
freundlicher Genehmigung des Verlages und von Herrn Hellinger)
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In zwei Fällen empfehle ich Ihnen Meditation.
Zum einen, wenn Hektik und die Anforderungen des Alltags Ihre Gesundheit beeinträchtigen - hier können Momente der Ruhe helfen : mindestens einmal am Tag eine kurze Besinnung -, einmal am Tag Kontakt zu Ihrem Inneren (oder wenn Sie mögen: zu Ihrer Seele) -. Dies läßt Sie vieles klarer sehen und neue Kraft schöpfen. Siehe dazu Meditation im Alltag.
Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Beschwerden auf der psychischen Ebene oder mit starkem psychosomatischen Anteil. Hier kann Meditation eine Hilfe sein, das "Ruhen in sich selbst" zu entdecken. Damit steigern Sie Ihre Fähigkeit, die Begegnung mit unangenehmen Gefühlen und Anteilen Ihrer Persönlichkeit zu wagen, sie auszuhalten - eine Voraussetzung, um ihnen unerwünschte Kraft zu nehmen und sie zu ändern.
Was ist Meditation ?
Zentrales Element jeglicher Meditation ist die Achtsamkeit – die achtsame Wahrnehmung. "Wahrnehmen, was ist" oder "Wahrnehmen der Gegenwart, der Wirklichkeit" sind mögliche Antworten, um das Wesen von Meditation auf eine kurze Formel zu bringen. Achtsam wahrnehmen mit allen Sinnen : sehen, hören, spüren, riechen, schmecken. Meditation ist von ihrem Wesen her uns also sehr vertraut; - nichts, wozu komplizierte oder hochtheoretische Einführungen nötig wären (siehe auch unten : "Meditative Erfahrungen ohne Meditation ?! ").
Das Denken tritt in den Hintergrund zugunsten der Wahrnehmung – also vom Denken über die Wirklichkeit zur Wahrnehmung der Wirklichkeit selber. Abstand vom Denken gewinnen heißt auch, daß das "Ich soll, muß, will, ich müßte und ich sollte..." in den Hintergrund tritt. Ebenso damit auch die negative Bewertung meiner dunklen Seiten (Schwächen, Mängel, Krankheiten). Zumindest für diese Moment der Meditation gilt : "Ich darf so sein, wie ich bin".
Die Hetzjagd und Last der kreisenden Gedanken läßt nach und die – ihrer Natur nach ruhige – Wahrnehmung gewinnt die Oberhand. Dies führt bei den meisten Meditierenden (zeitweise) zu Gefühlen von Ruhe und Entspannung, von Einssein, innerer Sammlung und Weite oder von innerem Frieden. Solche Erfahrungen geben mit der Zeit einen inneren Halt im Alltag und sind ein Grund der verständlichen Begeisterung, den Weg der Achtsamkeit weiterzugehen. Und doch ist es wichtig zu erkennen, daß dies (nur) angenehme Begleiterscheinungen sind. Das eigentliche Ziel der Meditation - einerlei, ob im Moment die hellen oder die dunklen Seiten in mir überwiegen - bleibt die Achtsamkeit : "Wahrnehmen, was ist".
Wie sieht Meditation nun konkret aus ?
Um sich in diese Öffnung der Wahrnehmung einzuüben, hat sich die Übung der Achtsamkeit" bewährt :
Die Übenden suchen eine aufrechte, gerade und doch bequeme Sitzhaltung, die Füße nebeneinander mit vollem Kontakt zum Boden.
Dann richten sie ihre Wahrnehmung auf den Atem. Das heißt, ich nehme wahr, wie der Einatem in mich hineinströmt und wie der Ausatem mich wieder verläßt. Wo kann ich ihn beim Einatmen spüren ? Bis wohin ? Wo spüre ich ihn beim Ausatmen ? Ich muß ihn nicht überall spüren, der Atem muß auch nicht tief oder ruhig sein – er darf so sein, wie er ist. Ich nehme ihn nur wahr.
Neben dieser Achtsamkeit auf den Atem richte ich meine Aufmerksamkeit auf die Stille aus. "Ausrichten" heißt wieder : Es muß nicht still sein -, ich nehme die Stille wahr, die in der konkreten Situation wirklich da ist. Hier mag das tiefe Stille sein, dort Stille (nur ?!) neben anderen Geräuschen, zu einer anderen Zeit mag Stille gar nicht zu hören sein – vielleicht aber zu sehen oder ich spüre innerliche Stille. Es darf so sein, wie es ist -, ich nehme bloß wahr, richte bloß meine Wahrnehmung aus.
Begleitend nehme ich meinen Körper, meine Gefühle, meine Gedanken wahr.
Begleitend – das ist eine deutliche Herabstufung zu der Wahrnehmung von Atem und Stille. Diese sind die beiden zentralen Gegenstände meiner Achtsamkeit; und doch ist es wichtig und gut, den eigenen Körper mit seinen Signalen und die eigenen Gefühle und Gedanken wahrzunehmen. Es geht um den gesunden Mittelweg zwischen Verdrängung einerseits und Sich-Verlieren oder Überflutet-Werden andererseits. Je mehr ein Mensch durch das Üben der Achtsamkeit in der bloßen Wahrnehmung ruht, desto besser kann er in dieser Balance auch bei schwierigen, heftigen Empfindungen und Inhalten bleiben.
In dieser Sitzhaltung und Achtsamkeit bleiben die Übenden 15 – 30 Minuten, dann Pause.
Diese Achtsamkeitsübung – als gemeinsames Element aller Meditationsarten – läßt sich nun für verschiedene Meditationsformen nutzen :
Religiöse /spirituelle Meditation und christliche Kontemplation
Für religiöse Menschen ist die Achtsamkeitsübung ein Weg, sich dem, was ihnen heilig ist, auf einer anderen Eben als der des Denkens und Vorstellens zu nähern. Nämlich mit all meinen Sinnen auf der Ebene der Wahrnehmung. Ich halte mich offen und bereit ("richte mich aus"), jederzeit im Alltag die Gegenwart des Heiligen wahrzunehmen, wenn es sich mitteilen will.
Je weiter ein religiöser Mensch diesen Weg geht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zu den beiden anderen Meditationsformen : es wird eine ständige und heilsame Übung.
Religiöse Meditation und Meditation im Alltag haben schon dadurch, daß sie ein bewußteres Leben fördern, eine gewisse therapeutische Wirkung.
Wobei hier auf eine Grenze der "Eigenbehandlung durch Meditation" hingewiesen werden muß : Menschen mit psychiatrischen Krankheiten. z.B. Schizophrenien, Psychosen, Phobien, schweren Depressionen mit Suizidneigung sowie Opfern frühkindlichen Mißbrauches wird dringend von der Meditation ohne entsprechend qualifizierte Leitung abgeraten.
Unter Beachtung dieser Grenze wird Meditation jedoch im therapeutischen Bereich vielfältig eingesetzt. Beispielhaft seinen hier drei Anwendungsarten vorgstellt :
Wer die Übung der Achtsamkeit regelmäßig übt, kann auf folgende positive Entwicklungen hoffen :
Zum einen hilft sie, den Alltag bewußter zu leben. Also im Alltag Achtsamkeit sowohl für die Umgebung wie auch für mich selber zu entwickeln. Je öfter dies gelingt, desto klarer wird, welche Situationen, Tätigkeiten oder Personen mich stören oder belasten (was sonst, wenn es unbewußt bliebe, zu seelisch / körperlichen Spannungen und Störungen führen könnte). Und umgekehrt hilft es natürlich auch zu erkennen, welche Situationen, Tätigkeiten und Personen mir guttun, wo und wann ich mich körperlich und seelisch wohlfühle.
Ein weiterer heilsamer Einfluß der Meditation im Alltag ist, sich bewußt ein Gegengewicht zu Arbeit und Belastung schaffen zu können. Zum Beispiel dadurch, sich täglich oder wöchentlich "eine feste Zeit für mich" zu reservieren. Oder dadurch, daß ich immer mehr Gespür entwickle für die Gelegenheiten, wo im Alltag Momente der inneren Stille und des inneren Friedens möglich sind. Streß und Belastung werden sich für die wenigsten ganz vermeiden lassen. Aber es ist ein Unterschied, ob sich der Alltag dunkel oder grau-in grau vor mir auftut oder ob er einer Landschaft mit vielen Lichtern gleicht – mit Momenten also, in denen ich innehalte, mich sammle und durchatme. In diesem Sinne ist die Meditation im Alltag das Fernziel der beiden ersten Meditationsarten. Meditation und Achtsamkeit nicht nur zu bestimmten Zeiten zu praktizieren, sondern beides in den Alltag hineinnehmen zu können. Die Übung der Achtsamkeit und die innere Sammlung werden dann zu einer Grundmelodie des eigenen Lebensstils, die alles durchdringt und überall mit anklingt.
Meditative Erfahrungen ohne Meditation ?!
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Entgegen einem verbreiteten Vorurteil ist Meditation nichts Elitäres oder ein Privileg Weniger. Viele Menschen erfahren meditative Zustände im Alltag, ohne daß sie dies gleich Meditation nennen, - manche sprechen vielleicht von Besinnung, Muße oder Zu-sich-selber-Kommen.
Da gibt es z.B. während eines Spazierganges Momente, in denen ich mit meiner Aufmerksamkeit ganz im Augenblick bin : Ganz bei mir, ich spüre mich gehen und atmen und merke, was Luft, Witterung und die Umgebung mit mir machen, und ich bin gleichzeitig bei der Wahrnehmung meiner Umgebung (Licht, Luft, Wetter, Pflanzen, Tiere). Mit einem Gefühl innerer Ruhe, vielleicht auch der Freude.
Ähnliches während einer Wanderung, wenn ich eine Rast einlege. Da gibt es wieder Momente, in denen ich ganz im Augenblick bin. Ich nehme mich selber wahr : Anstrengung, Erschöpfung, die Erholung durch die Rast - und gleichzeitig die Umgebung. Das kann ein Ausblick in die Landschaft sein, der Anblick von Pflanzen, Tieren, Bach, Teich oder Gebäuden, die Empfindung von Licht und Luft, der Geruch von Wald und Wiese oder ich höre den Gesang der Vögel, das Rauschen des Waldes, das Murmeln eines Baches, das Plätschern einer Quelle. Ganz in der Wahrnehmung - des Außen und meiner selbst.
Viele Menschen entdecken dabei die Stille - innerliche Stille, Stille in der Umgebung. Stille wird dabei ganz verschieden erlebt : Für den einen heißt es, die Gedanken kommen zur Ruhe, keine Gedanken-Jagen mehr, kein Terminkalender, kein Grübeln - es ist im Kopf wie ein Leer-Werden, oder als ob die Gedanken vorüberzögen wie Wolken am Himmel, - ich selber bleibe ruhig und gesammelt. Andere sehen die Stille : tatsächlich stehen die meisten Dinge in der Natur still, wenn auch einige wie z.B. alte Bäume oder Gebäude und Ruinen aus vergangenen Jahrhunderten eine besonders intensive Atmosphäre der Stille ausstrahlen. Wieder andere hören sie. Nicht nur in absoluter Stille, sondern durchaus neben anderen Geräuschen : ich höre Vögel, Autos, von ferne Arbeitsgeräusche und daneben - ganz deutlich - höre ich die Stille. Und zuletzt gibt es Menschen, die die Stille empfinden, spüren : in sich selber, um sich herum. So ein Erlebnis findet sich in dem Ausdruck wieder : Die Stille war mit Händen zu greifen.
Wenn diese Stille unser Gemüt und Herz erreicht und dort nicht erschreckt, sondern genossen wird mit dem Gefühl Es ist gut so, ist dies eine Art inneren Friedens.
Weitere Bereiche, in denen Menschen meditative Erlebnisse haben können : Gartenarbeit, handwerkliche oder künstlerische Tätigkeit, Hobbies : und zwar dann, wenn diese Tätigkeit zum stillen Genuß wird. Wesentliches Merkmal, daß sie zur Meditation wird, ist dabei die Bewußtheit : daß ich mich also nicht in einer Tätigkeit oder in einem Gefühl verliere, sondern daß ich mit meiner Wahrnehmung auch bei mir selber bin, also mich spüre und die Auswirkungen des Tätigseins in mir. - Oder auch hier Momente des Innehaltens : Ganz bei mir und ganz in der Situation - wieder mit dem Gefühl innerer und äußerer Ruhe.
Oder denken Sie an eine gute persönliche Unterhaltung, wenn das Gespräch abbricht. Und keine peinliche Stille entsteht, sondern eine angenehme ruhige Atmosphäre mit der Grundstimmung "Es braucht nichts mehr gesagt zu werden." Ein Verweilen in dieser Atmosphäre (nicht : Nachhängen und Sich-Verlieren in Gedanken) ist Meditation. In solchen Momenten kann das Gefühl entstehen, etwas so Wesentliches zu erleben, daß z.B. innere Leere und Unruhe verschwinden, und damit auch der Antrieb zu oberflächlicher, leerer Aktivität. Dies kann sehr heilsam sein.
Kirchen und andere Räume der Stille strahlen oft diese Atmosphäre aus : die Zeit bleibt stehen, der Mensch lebt nur in der Gegenwart und das Thema kommt : Werde wesentlich ! Oder die Fragen : Was ist für mich wesentlich ?, "Lebe ich es ?", "Hege und pflege ich es ?"
Aber wie gesagt, dies ist kein Privileg von Kirchengebäuden, meditative Erfahrungen sind in vielen Situationen des Alltags möglich. (Vielleicht haben Sie Lust zu einer kurzen Übung ? Dann nehmen Sie sich zwei Minuten Zeit, die Augen zu schließen, Ihren Atem wahrzunehmen und in Ihrer Erinnerung zu suchen, ob und wo Sie derartige Erfahrungen gemacht haben.)
Buchempfehlung : Thich Nhat Hanh, "Ich pflanze ein Lächeln"
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In der Mitte der Woche einmal innehalten - achtsam auf den eigenen Atem werden und sich in Stille und Schweigen sammeln. Das schafft der Seele Raum für ihre eigenen Stimmen und Bilder.
Oder mit religiöser / spiritueller Ausrichtung : sich mit allen Sinnen der Gegenwart Gottes, Jesu Christi oder dessen öffnen, das der eigenen Seele heilig ist.
Unser Schweigen im Meditationsraum ist ein wesentliches Element dieses Schutzraums. Es wird nur durch die Austauschrunden und Textimpulse unterbrochen – für weitere Gespräche stehen die übrigen Räume des Hauses bzw. der Garten zur Verfügung.
Der Ablauf eines Abends : Nach einer Ankommensübung schließt sich eine Austauschrunde an, dann 3 x 15 Minuten die Übung der Achtsamkeit, dazwischen achtsames Gehen. In einer weiteren Runde besteht die Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen in der Meditation mitzuteilen oder Fragen zu stellen, der Abend endet mit einem Abschlußkreis.
Bitte mitbringen : Bequeme Kleidung, flache Hausschuhe oder Socken (zum achtsamen Gehen), eigenes Meditationsbänkchen (soweit vorhanden).
Der Meditationskreis ist für Einsteiger, Anfänger und Fortgeschrittene geeignet – und offen : Die Abenden bauen nicht aufeinander auf, zu den einzelnen Terminen ist keine An- oder Abmeldung erforderlich.
(Selbstredend, hier besonders, nur für diejenigen, die sich davon angesprochen fühlen)
Gott, wer immer Du auch sein magst - ,
Gott, welches Bild auch immer meine Seele von Dir haben mag
und als ihr Heiligstes in Ehren hält :
Bitte gib uns Deinen Frieden.
Wenn Menschen aus ihrer tiefen Angst,
von Dir nicht angenommen und getragen zu sein,
Menschen anderen Glaubens verfolgen, verletzen oder töten :
Bitte sende ihnen Deinen befreienden Geist.
Und schicke Deinen Geist auch mir,
wenn in dunklen Kammern meiner Seele dieselbe Angst lauert.
Und sollte ich - in diesem oder in früheren Leben -
andere Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt, verletzt oder getötet haben,
so spreche ich aus tiefstem Herzen zu diesen Menschen :
"Es tut mir leid. -
Und was ich heute an Glaubensfreiheit
und mit Menschen anderen Glaubens an gegenseitiger Anerkennung erfahre,
verbindet mich mit Euch in Achtung vor dem, was Ihr - auch durch mich - erlitten habt.
Euer Leiden macht meine Freiheit umso kostbarer."
Gott, wer immer Du auch sein magst - ,
Gott, welches Bild auch immer meine Seele von Dir haben mag
und als ihr Heiligstes in Ehren hält :
Bitte gib uns Deinen Frieden.
5. Nahrungsmittelallergien/
-unverträglichkeiten
Von der rasanten Zunahme der Allergien wird viel berichtet, eine Unterart hiervon sind allergische oder unverträgliche Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel (allen voran Weißzucker, Kuhmilch und Weizenmehl). Die davon betroffenen Menschen merken oft gar keine direkte Wirkung der problematischen Nahrungsmittel - trotzdem belasten diese den Organismus und können verschiedenste Krankheiten fördern (z.B Erkältungsneigung, Heuschnupfen und andere allergische Erscheinungen, Migräne, Verdauungsbeschwerden bis hin zur Hyperaktivität von Kindern).
Ob solche Unverträglichkeiten vorliegen (und gegen welche Stoffe), kann ich mit der Kinesiologie, austesten. Als Therapie empfehle ich in solchen Fällen eine Kombination von homöopathischer Behandlung und Abstinenz (Weglassen) der problematischen Lebensmittel. So wird die Heilung durch die Homöopathie erleichtert und nebenbei verliert sich oft auch die Überempfindlichkeit auf die früher belastenden Stoffe.
Die Homöopathie stärkt unsere Lebenskraft, unsere innere Steuerung. Was nutzt aber die beste Steuerung, wenn die notwendigen Ausgangsmaterialien nicht da sind ? Wir sind also ständig auf die Zufuhr von außen angewiesen : Kohlehydrate, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe - und auf der nicht-stofflichen Ebene etwas schlecht Fassbares : Energie, die Pioniere der Vollwertkost sprechen von lebendiger Nahrung.
Von diesem allen hat die übliche Zivilisationskost nicht genug. Wer sich so ernährt, lebt "auf Pump", zehrt seine biologischen Reserven auf (daß viele Menschen sie essen ohne krank zu werden, liegt an ihrer guten Konstitution/Veranlagung). Die bewährteste Methode, unseren Organismus rundum vollständig zu versorgen, ist die Vollwertkost. Daher meine herzliche/dringende Bitte, daß Sie sich darüber informieren und vollwertig ernähren.
Im folgenden schildere ich kurz die Grundzüge der vollwertigen Ernährung; eine umfassende Information mit praktischer Einführung, Tipps und Tricks (damit es auch schmeckt !) bietet Frau Anne-Christine Möller, Tel.: 05223 / 650 94 86.
Die Grundzüge:
7. Anhang : Was heißt "ganzheitlich" ?
Der Mensch besteht aus Körper, Seele , Geist - heißt es landläufig. Das Wichtige im Zusammenhang hier : Körper, Seele und Geist sind keine streng voneinander getrennte Bereiche, sondern stehen in enger Beziehung zueinander und haben deutliche Auswirkungen aufeinander :
Die geistige Einstellung eines Menschen beeinflußt seine Gefühle und den Körper. Versuchen Sie bitte sich einmal vorzustellen und dem nachzuspüren, was z.B. der Gedanke "Alle sind gegen mich" auf der Gefühlsebene anrichtet und im Körper an Anspannung und Dauerstreß hervorruft. Oder umgekehrt der Gedanke "In allen Menschen ist derselbe Kern : Liebe und Geliebt-werden-Wollen".
Zur Auswirkung von Gefühlen : Ein akuter Liebeskummer beeinträchtig sowohl die geistige Ebene, läßt uns nicht mehr "klar sehen", wie auch den Körper (sei es "Frustfraß" oder Appetitlosigkeit - neben vielem anderen mehr... ; solche Beschwerden heißen "psychosomatisch"). Entgegengesetzt in den Wirkungen, vom Wirkprinzip aber gleich die Erfahrung von Liebe und Geliebt-Werden : Die Gedanken werden freundlicher bis euphorisch, der Körper fühlbar entlastet und auf seine Weise in "Hochstimmung".
Die Auswirkungen des Körpers : Dauernde Schmerzen, hormonelle Schwankungen (Zyklus, Wechseljahre), Stoffwechselgifte (z.B. schwerer Pilzbefall des Darms, Bakteriengifte, schwere Leber- und Nierenschwäche) beschränken sich in ihren Auswirkungen nicht auf den Körper, sondern können auch getrübte Stimmung und Gedanken nach sich ziehen. Oder einfach Fieber : Gleichgültigkeit, Sich-nach-innen-Kehren bis hin zu Fieberphantasien können sich einstellen. Und auch hier wieder die positive Variante : "Es ist so schön, wenn der Schmerz nachläßt -" , die Erleichterung nach überstandener körperlicher Krankheit sowie hormonelle Ausgeglichenheit heben die Stimmung und lassen uns die Welt anders sehen, fühlen und erleben.
Sämtliche Behandlungen und Beratungen rechne ich mit meinem Stundensatz von 50,-- Euro ab. Kurze Rückfragen sowie die Anrufe eine Woche nach der Mitteleinnahme sind bis zur Dauer von zehn Minuten kostenlos.
Das
ausführliche homöopathische Erstgespräch dauert bei
Erwachsenen in der Regel zwischen 1,5 und 2 Stunden, Folgetermine schließen sich üblicherweise alle 1 – 3 Monate an (Dauer meist unter einer Stunde).
Eine
Aufstellung im Einzelsetting dauert ca. 1 – 1,5 Stunden.
Bei Behandlung mehrerer Familienmitglieder und/oder knapper Einkommenslage biete ich Ihnen an, die Behandlungskosten in Raten ab 25,- Euro monatlich zu bezahlen. Wenn Sie Sozialhilfeempfänger oder sonst ähnlich einkommensarm sind : bitte sprechen Sie mich vorher auf die Frage der Kosten an.
Ein
Hinweis für Privatversicherte und Beihilfeempfänger:
Meine Rechnungen werden von privaten Krankenversicherungen oder von
der Beihilfe eher nur teilweise erstattet (insbesondere die Tarife
der Zusatzversicherungen sind oft sehr knapp kalkuliert). Das liegt
zum einen daran, daß selbst die Gebührenordnung der
Heilpraktiker sich im Grunde an der offiziellen
Kurzberatungsmedizin orientiert und nicht an einer umfassenden
Abklärung der psychosomatischen Hintergründe, wie ich sie
oben beschrieben habe.
Außerdem
ist die Verbindung von Kinesiologie und klassischer Homöopathie
im Rahmen der GebüH überhaupt nicht berücksichtigt und
die Erstattungsfähigkeit mit jeder einzelnen versicherung /
Beihilfestelle abzuklären.
Grundsätzlich rate ich Ihnen daher (wenn die Frage der Erstattung für Sie entscheidend ist, ob Sie eine Behandlung bei mir beginnen), daß Sie von mir eine Darstellung meiner Behandlung und Abrechnungspraxis anfordern, diese Ihrer Krankenversicherung / Beihilfe vorlegen und so Klarheit bekommen, inwieweit Sie mit einer Erstattung rechnen können. Dasselbe gilt für die Kosten für das Familien - Stellen im Einzelsetting bzw für eine familien-systemische Beratung.
Gott gebe mir
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann
die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
(Friedrich Oettinger)
Es gilt das rechte Bemühen,
ohne zu erstreben
und ohne abzuweisen.
(Buddha)
Genau wie ich, möchte dieser Mensch glücklich sein.
Genau wie ich, möchte er nicht leiden.
(Aus der buddhistischen Tonglen - Praxis)
So sind wir Menschen eben.
(Katie Byron, "The Work")
[Eigene Anm.: Erst zu ahnen, daß ich ähnliche Züge habe
wie mein Gegenüber,
dann weder resignierend, noch
gütig-herablassend,
sondern die Betonung auf dem "Wir" - mich
eingeschlossen]
Wer nachträgt, der trägt.
Sprichwort
Es gibt auf alle wirklichen Lebensfragen eine Antwort,
die einfach, klar und falsch ist.
(??)
Laßt Eure Fragen in Euch leben. (Tötet sie nicht durch falsche
Antworten).
Wenn die Frage lang genug in Euch sein konnte, wird Euch die
Antwort zur rechten Zeit
wie eine Frucht gereift sein.
(R.M.Rilke)
Verrennt Euch nicht in Fragen, die Ihr sowieso nicht lösen könnt.
(Buddha)
Das Urvertrauen ist eine Oase, an die die Karawanen unserer Gedanken nie gelangen werden.
(??)
Das Gebet in der Frühe entscheidet über den Tag.
(Dietrich Bonhoeffer)
Ich beginne jeden Tag
mit einem ruhigen Augenblick :
Man muß stillhalten, um zu sehen,
was sich "meldet".
(Carl Friedrich von Weizsäcker)
Depression ist nach innen gerichtete Aggression.
(??)
"Ich darf und mich und meine Grenzen verteidigen,
das ist mein Recht und meine Aufgabe."
Und gleichzeitig gilt:
"Genau wie ich, möchte dieser Mensch glücklich sein.
Genau wie ich, möchte er nicht leiden."
Leuchtende Tage,
nicht weinen,
weil sie vorüber,
sondern lächeln,
daß sie gewesen.
(Tagore)
Abschließend ein Gedicht von Rainer Maria Rilke
(aus "Sonette an Orpheus"):
Nur wer die Leier schon hob
auch unter Schatten,
darf das unendliche Lob
ahnend erstatten.
Nur wer mit Toten vom Mohn
aß, von dem ihren,
wird nicht den leisesten Ton
wieder verlieren.
Mag auch die Spieglung im Teich
oft uns verschwimmen:
Wisse das Bild.
Erst in dem Doppelbereich
werden die Stimmen
ewig und mild.
" Es sind mancherlei Gaben ;
aber es ist e i n
Geist.
Und es sind mancherlei Kräfte ;
aber es ist e i n Gott
,
der da wirkt alles in allen."
1. Kor. 12, 4+6
Mühlenstr. 16 c
32257 Bünde
Tel. 05223/ 4 37 87
Telefonische Sprechzeiten : MO, DI, DO u. FR
von 8.00 - 12.30 Uhr
und 17.00 - 18.30 Uhr
(am besten jeweils zwischen 8.00 u. 9.00 Uhr)
Termine zur Behandlung bitte immer vorher telefonisch vereinbaren!
eMail:
PostSPAMSCHUTZralf-juergens-heilpraktiker.de
"SPAMSCHUTZ" bitte durch @ ersetzen
Über den Tellerrand hinaus :
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